Papierloses Büro? Von wegen! Eine Studie von Ipsos zeigt auf, dass das europaweite Druckvolumen auf konstant hohem Niveau bleibt. Zudem belegt auch eine von Epson initiierte Studie, dass trotz starker Nutzung mobiler Geräte in den privaten Haushalten Deutschlands mindestens ein- oder zweimal pro Woche Dokumente ausgedruckt werden. Dabei nimmt die Anzahl unnötig gedruckter Seiten stets zu. Ausgerechnet wir – wenn auch sonst so umweltbewussten – Deutschen, sind die Vorreiter. Aber gibt es eigentlich einen Unterschied im Druckverhalten zwischen Männern und Frauen?

Druckverhalten Mann vs. Frau

Das Druckverhalten der Geschlechter auf dem Prüfstand

Nachdem der Elektronik-Riese Media Markt festgestellt hat, dass nur noch 40 Prozent der Kunden weiblich sind, wurden in Österreich Frauenzonen eingerichtet, die das ändern sollen. Lockenwickler und rosafarbene Notebooks definieren das Thema “Frau” und sorgen damit für eine Geschlechter-Diskussion im IT-Bereich. Es gilt die Frage zu klären, ob Männer und Frauen Elektronikartikel auf unterschiedliche Weise kaufen. Und wie sieht es mit dem Druckverhalten aus? Welche Unterschiede existieren zwischen Männern und Frauen?

Männer und Frauen drucken unterschiedlich

Druckverhalten im Vergleich der Geschlechter

 

Betrachtet man dieses Thema genauer, ergibt sich: Frauen kaufen anders ein, als Männer. Doch der Unterschied im Druckverhalten zwischen den Geschlechtern ist marginal. Sowohl Männer als auch Frauen drucken ihre selbst erstellten Textdokumente am liebsten zu Hause aus: 92 Prozent der Frauen und 96 Prozent der Männer. Am seltensten werden Artikel aus Nachrichten-Seiten gedruckt: 32 Prozent der Männer und Frauen. Deutliche Unterschiede machen sich im Bereich der Routenplanung bemerkbar. 70 Prozent der Frauen und nur 61 Prozent der Männer gaben an, dass sie geplante Routen ausdrucken.

Unterschiede auch im Einkauf

Leichte Unterschiede zeigen sich bei den Kaufgewohnheiten auf. 69 Prozent der Männer und nur 56 Prozent der Frauen beziehen Tinte und Toner über Versandhäuser im Internet. Bei der Anschaffung von Druckern tendieren Frauen generell zum Offline-Kauf. 42 Prozent kaufen Ihre Geräte am liebsten im Elektronik-Markt. 44 Prozent der Männer sparen sich die Wege und legen das neue Produkt in den virtuellen Einkaufskorb. Geht es um die Beschaffung von Druckerpapier, nehmen sowohl Männer als auch Frauen den Weg zum Lebensmittelmarkt in Kauf: 30 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen. Geschlechterübergreifend ist die zweitbeliebteste Bezugsquelle der Elektronik-Markt. Das Fotopapier wird von Männer (35 Prozent) am liebsten im Versandhandel bestellt. Mit 26 Prozent liegt der Versandhandel bei Frauen nur ein Prozent vor dem Supermarkt. Betrachtet man die Kaufkriterien zwischen Männern und Frauen, gibt es so gut wie keine Unterschiede. Als wichtigste Eigenschaft wird von beiden Geschlechtern die Druckqualität angegeben. Die Druckkosten werden als zweitwichtigste Eigenschaft angegeben. An dritter Stelle steht der Funktionsumfang und als viertwichtigste Eigenschaft betrachten sowohl Männer als auch Frauen den Kaufpreis. So gut wie keine Rolle spielt dagegen das Design des Druckgeräts.

So drucken Unternehmen

Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos veröffentlichte 2010 zudem eine Studie über das Druckverhalten in Unternehmen. So wurden pro Tag 31 Seiten von Mitarbeitern ausgedruckt. 2009 waren wir Deutschen laut dieser Studie Europameister im Drucken. Pro Kopf wurden 40 Seiten täglich ausgedruckt. Im Jahr 2007 sind wir Deutschen noch deutlich sparsamer mit unseren Papierressourcen umgegangen und druckten im Schnitt 36 Seiten täglich aus. Die Spanier haben eine entgegengesetzte Entwicklung vorzuweisen. Galten diese einst als Europameister im Druckverhalten, konnten die Spanier ihren Druckverbrauch deutlich reduzieren. Im Jahr 2007 waren es noch 41 Seiten und zwei Jahre später nur noch 35 Seiten. Die Schweden drucken am sparsamsten. Mit 18 Seiten pro Mitarbeiter und Tag sind die Schweden das Schlusslicht der Tabelle.


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