Verstöße gegen das Markenrecht sind alles andere als eine Seltenheit. Auch der Bereich der modernen Technik macht hierbei keine Ausnahme mehr. Der Verkauf gefälschter Kyocera Toner wurde mehreren Männern nun zum Verhängnis und führte aufgrund der genannten Straftat zu langjährigen Haftstrafen, welche die Männer nun hinter Gittern verbringen müssen.

Was ist genau passiert?

Mit dem Verkauf gefälschter Toner des bekannten Herstellers Kyocera versuchten mehrere Männer, entsprechende Gewinne zu erzielen. Die Verbrechen fanden über einen langen Zeitraum, zwischen 2014 und 2017, statt. Das Prinzip: Für den teuren Verkauf der Toner verwendeten die Fälscher bereits genutzte und verbrauchte Toner. Nach dem Auffüllen boten die Männer die Toner als originale Produkte auf dem Markt an. Hohe Preise bescherten den Fälschern hier lukrative Gewinne. Das Geschäft mit den gebrauchten Tonern erwies sich zu Beginn als vermeintlich gute Einnahmequelle. Immerhin fielen im Laufe der Monate Bruttoumsätze in Höhe von über zwei Millionen Euro an. Um die Verbraucher zu täuschen, wandten die Fälscher mehrere Tricks an. Unter anderem sorgten gefälschte Etiketten und Aufkleber von Kyocera für den Eindruck, es handele sich um originale Produkte aus dem Hause Kyocera.

In den Städten Groß-Umstadt, Frankfurt und Bad Homburg betrieben die Männer einen großen Teil der anfallenden Aufgaben. Der Verkauf erfolgte über insgesamt drei Firmen auf unterschiedlichen Wegen.

So kamen die Machenschaften ans Tageslicht…

Bevor die notwendigen Schritte hin zur Verurteilung unternommen werden konnten, mussten die Behörden den Fälschern erst einmal auf die Spur kommen. Die Ermittler erhielten einen wertvollen Tipp direkt vom Zoll. Bei routinemäßigen Kontrollen fielen Kartons und Aufkleber mit den originalen Siegeln von Kyocera auf. Die weiteren Untersuchungen brachten die Ermittler dann auf den richtigen Weg, zeigten Unregelmäßigkeiten in Bezug auf die entsprechenden Angebote der verkauften Toner. Die Produkte aus einem gefundenen Container verfolgten die Ermittler direkt bis zu den betroffenen Unternehmen und konnten hier anschließend die nun verurteilten Männer festnehmen.

Welche Konsequenzen müssen die Männer nun tragen?

Die Ermittlungen sind abgeschlossen und auch die Urteile sind bereits gesprochen. Die Männer im Alter zwischen 34 und 53 Jahren müssen ins Gefängnis. Dies liegt an der einfachen Tatsache, dass das Gericht die Taten der Männer aus den vergangenen Jahren als gewerbs- und bandenmäßiges Handeln einstufte. Sowohl die umfangreichen Strukturen der Unternehmen, wie auch natürlich der hohe Umsatz von über zwei Millionen Euro trugen hierzu bei.

Zwei der Fälscher ließen bereits nach der Verkündung der eigentlichen Anklage Geständnisse durch ihre Verteidiger ankündigen. Die erhoffte Strafmilderung für die zwei 49 und 53 Jahre alten Brüder konnte auch tatsächlich hierdurch erzielt werden. Die Haftstrafe für die beiden Brüder fiel mit jeweils vier Jahren allerdings dennoch am längsten aus, als Drahtzieher der Fälscher sind diese Haftstrafen die höchsten. Für zwei Jahre und neun Monate muss zudem ein 35 Jahre alter Mann ins Gefängnis. Die weiteren Männer der Fälscher kamen im Vergleich glimpflich davon, die Strafen setzte das Gericht hier zur Bewährung aus. Bei den genannten Drahtziehern wirkten sich polizeibekannte Vergehen ebenfalls strafverschärfend aus. Bereits im Jahr 2014 fielen die genannten Fälscher mit Markenrechtsverletzungen auf.


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