Die Zahl der verkauften Drucker ist in Westeuropa im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahresquartal um zwei Prozent gestiegen. Dies ergab eine Studie des IT-Marktanalyseunternehmens Context. Allerdings gab es in diesem Zusammenhang einen klaren Trend zu erkennen: Während Multifunktionsgeräte, die zusätzlich beispielsweise noch scannen und faxen können, das Wachstum der Verkaufszahlen antrieben, waren bei reinen Druckern im Schnitt sogar sinkende Verkäufe zu verzeichnen. Dieser allgemeine Trend besteht unabhängig davon, ob es sich um Laser- oder Tintenstrahldrucker handelt. Obwohl das Wachstum bei durchschnittlich zwei Prozent liegt, sind innerhalb der untersuchten Länder durchaus erhebliche Unterschiede zu beobachten.

Die Verkäufe von Multifunktionsdruckern legen um mehr als fünf Prozent zu

In konkreten Zahlen wurden im ersten Quartal sechs Prozent mehr Multifunktions-Tintenstrahldrucker und fünf Prozent mehr multifunlktionale Laserdrucker verkauft. Demgegenüber stand ein Rückgang der Verkaufszahlen von reinen Laserdruckern um sieben Prozent. Der Rückgang bei reinen Tintenstrahldruckern war sogar noch massiver: Er lag bei 21 Prozent. Wie viele absolute Einheiten tatsächlich jeweils mehr oder weniger verkauft wurden, hängt von dem Ausgangswert im Vorjahresquartal ab und geht leider nicht aus der Studie hervor. Der Trend zu immer mehr Käufen von Multifunktionsdruckern war zudem bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten.

Deutschland liegt im europaweiten Trend

Die Situation auf dem deutschen Markt entspricht in etwa der Entwicklung in ganz Westeuropa: Hierzulande war ein Zuwachs bei den Druckerverkäufen um 2,7 Prozent zu verzeichnen. Anders sah dies allerdings in den anderen – zumindest teilweise – deutschsprachigen Ländern aus. In Österreich fielen die Verkaufszahlen um 7,9 Prozent, in der Schweiz sogar um 12,4 Prozent. Beide Märkte sind allerdings vergleichsweise klein – beide Staaten haben etwas über acht Millionen Einwohner – sodass die schlechten Zahlen in den Alpenländern bei der Betrachtung der Situation in ganz Westeuropa nicht so stark ins Gewicht fallen. Dennoch ist die Situation für die Druckerhersteller in Österreich und der Schweiz nicht besonders erfreulich.

Die meisten verkauften Drucker stammen von HP

Die Studie zeigte zudem, welche Hersteller in Westeuropa die meisten Geräte verkauft haben. Mit einem Marktanteil von 47 Prozent hatte der amerikanische Hersteller HP hier die Nase vorne. Es folgen die beiden japanischen Unternehmen Epson und Canon mit einem Wert von 18 beziehungsweise 15 Prozent. Ein europäischer Hersteller schaffte also nicht den Sprung unter die Top Drei in Westeuropa. Auch hier ist allerdings zu beachten, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. In den einzelnen Ländern kann die Situation auch vollkommen anders aussehen – auch wenn HP überall über eine starke Marktposition verfügt.

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