Nach einem Kaffee-Filament bringt ein Unternehmen aus den Vereinigten Staaten nun auch eine Filament-Variante auf den Markt, die aus Nebenprodukten besteht, die beim Prozess des Bierbrauens anfallen. Es ist die Firma 3Dom aus den USA, die das Produkt mit dem Namen “Buzzed” entwickelt hat.

Die für die Herstellung des Filamentes für die immer beliebter werdenden 3D-Drucker erforderlichen Nebenprodukte stammen alle aus einer örtlichen Brauerei. Schon vor einiger Zeit wurde von der Firma ein Filament entwickelt, das ebenfalls aus Abfallprodukten besteht. Dieses Produkt soll während des Ausdrucks den Duft von Kaffee verbreiten. Das neue Filament aus Bier-Abfallprodukten verbreitet beim Druckvorgang allerdings keine Gerüche, die an eine Kneipe erinnern lassen. Dafür haben die gedruckten Objekte eine etwas körnige Oberfläche. Außerdem weisen sie einen natürlich wirkenden Farbverlauf auf.

Abfallprodukte sollen recycelt und sinnvoll weiter genutzt werden

Das Filament mit dem Namen “Buzzed” ist ein weiteres Produkt der sogenannten c2Composite Produktreihe, die in Zusammenarbeit mit c2Renew entstanden ist. Statt die beim Bierbrauen anfallenden Nebenprodukte, wie so viele andere, bei der Herstellung von Verbrauchsgütern oder Lebensmitteln entstehenden Nebenprodukten einfach in der Landschaft oder in speziellen Unternehmen zu entsorgen, sollen sie sinnvoll weiter bzw. neu genutzt werden. Dies ist die Aussage des CEOs von 3Dom USA. Neben dem Filament aus Nebenprodukten vom Bierbrauen wurden schon andere Materialien zur Weiterverarbeitung in 3D-Druckern entwickelt. Dazu gehört das schon erwähnte Filament mit beim Drucken entstehen Kaffeegeruch, das ebenfalls eine bräunliche Farbe besitzt und dadurch den mit den Druckern hergestellten Objekten eine besonders natürliche Note verleiht. Es gibt aber noch ein weiteres Produkt zur Weiterverarbeitung beim 3D-Druck. Es handelt sich hierbei um ein spezielles Filament, das aus Abfallprodukten besteht, die während der industriellen Verarbeitung von Hanf anfallen. Dieser benötigt jedoch keine Herbizide oder Pestizide für den Anbau. Das für den Druck verwendete Material ist etwas lichtdurchlässig, hat eine braune Farbe und ist etwas körnig. Beim Drucken entsteht angeblich ein Geruch, der dem beim Rasenmähen ähnelt. Auch das Filament aus Bier-Abfallprodukten verleiht den Ausdruck einen natürlichen Farbton, der eine bräunliche Note hat. In Kürze will das Unternehmen weitere Produkte auf den Markt bringen, die aus natürlichen Stoffen oder Abfallprodukten bestehen, die bei der Produktion von Lebensmitteln oder anderen Dingen anfallen. Filament für 3D-Drucker, das aus Plastikmüll gewonnen wurde, gibt es übrigens auch schon.

Das Filament aus Abfallprodukten ist in vielen Druckern verwendbar

Grundsätzlich kann das Filament aus Bier-Abfallprodukten in jedem Drucker verwendet werden, der mit einer PLA-Einstellung versehen ist. Die Verarbeitungstemperatur des Materials liegt zwischen etwa 180 und 210 Grad Celsius. Vom Hersteller wird dem Benutzer des Druckers empfohlen, die Temperatur etwa zehn Grad kälter einzustellen als beim Drucken mit PLA. Ein beheiztes Druckbett ist laut Angaben des Herstellers nicht unbedingt notwendig. Die Druckerfäden mit der Bezeichnung 3D-Fuel werden in eigenen Produktionsstätten in den USA oder in Irland hergestellt. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen die volle Kontrolle über den gesamten Herstellungsprozess. Dadurch ist es in der Lage, eine gleichbleibende Qualität für jede einzelne Spule zu gewährleisten. Die Druckerfäden haben einen annähernd gleichbleibenden Durchmesser mit einer nur sehr geringer Toleranz. Spulen, die Fäden mit variabler Toleranz aufweisen, können große Probleme beim Drucken verursachen. Die Ergebnisse von bei der Herstellung der Druckerfäden durchgeführten Messungen sind auf jeder Spule angegeben. Geliefert werden die Materialien auf einer einfach zu handhabenden Kunststoffspule mit einer Menge von 500 oder 1000 Gramm. Der Preis für eine Spule mit einem Kilogramm Filament beträgt rund 49 US-Dollar. Den versiegelten Verpackungen wird ein Trocknungsmittel beigegeben, um die Aufnahme der Materialien von Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft zu verhindern.

3D-Produkte mit einem besonderen Aussehen

Die mit den Filamenten aus Nebenprodukten oder Abfallstoffen hergestellten Objekte besitzen ein anderes Aussehen als die mit herkömmlichen Druckermaterialien erstellten. Sie besitzen alle eine recht natürlich wirkende Farbe und eine leicht körnige Oberfläche, die den Objekten eine gewisse Natürlichkeit verleiht. Sie unterscheiden sich wesentlich von den ansonsten in 3D-Druckern gefertigten Objekten, die meist graue oder bunte Farben besitzen.

 


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